Eigene Immunzellen des Patienten statt industrielle Medikamente

Individuelle Krebsbehandlung ist eine repräsentative Anwendung für iREM

Unser Immunsystem – individuell und einzigartig wie ein Fingerabdruck – ist darauf ausgerichtet, ganz speziell die Bedürfnisse des eigenen Organismus zu bedienen. Wollen wir es uns bei der Behandlung von diversen Krankheiten zunutze machen, kann dies nur auf der Basis einer einzigartigen, persönlichen Immuntherapie erfolgen.

Gesundes Leben ist ohne ein gut funktionierendes Immunsystem nicht vorstellbar. Wenn es nur in einem kleinen Detail unzureichend arbeitet, beeinträchtigt dies den Gesundheitszustand eines Menschen nachhaltig – wie das Beispiel AIDS zeigt. Das Immunsystem als effektivster Garant für unsere Gesundheit versagt jedoch mitunter seine Schutzfunktion, z. B. wenn es sich mit plötzlich auftretenden Mutationen (Krebs) oder ihm unbekannten Molekülen (Autoimmun- oder Allergiereaktion) konfrontiert sieht.

Die aktuelle Coronapandemie ist momentan eine soziale Herausforderung, aber wir können daraus auch unsere intellektuellen Lehren ziehen. Die wissenschaftliche Fachwelt hat mittlerweile detaillierte Erkenntnisse über das Virus angehäuft: Man kennt alle Genabschnitte, dazu die entsprechenden Proteine, die 3D-Sturkturen bzw. Funktionen etc. Und doch stehen Wissenschaft und Forschung nach Monaten noch immer perplex vor dem großen Rätsel, wie dem Virus beizukommen ist. Dabei beweist die steigende Zahl der von Covid-19 Genesenden, dass das menschliche Immunsystem dieses Problem längst gelöst hat. DAS ist letztendlich der Unterschied zwischen menschlicher Intelligenz und dem weitaus versierteren menschlichem Immunsystem: Diese Überlegenheit der Natur habe ich nicht nur beobachtet, sondern mir bei meiner Arbeit zunutze gemacht.

Behandlungen nur mit der Absicht, Symptome zu lindern, helfen kranken Menschen nicht viel. Richtig instruiert stellt unser Immunsystem seine Durchschlagkraft jedoch auch im Kampf gegen jegliche Krankheiten unter Beweis. Unter Laborbedingungen konnte nachgewiesen werden, dass Immunzellen (bzw. deren Produkte) – sofern entsprechend umerzogen bzw. instruiert – ihren therapeutischen Effekt mit erstaunlichem Erfolg bei diversen Krankheiten wie z. B. Asthma bronchial, chronische virale Krankheiten z. B. Feigwarze, ja sogar bei KREBS entfalten.

Bekanntlich sind Immun- und Krebszellen genetisch fast identisch, man kann sie – bildhaft gesehen – sozusagen als „Geschwister“ betrachten. Wenn eines dieser Geschwister vom rechten Weg abkommt (Krebs!), wird das andere nicht mit Angriff und Vernichtung reagieren, sondern vielmehr eine Bekehrung versuchen, was unsere Experimente im Labor und klinische Beobachtungen untermauern. Wir haben dieses Phänomen für die Krebsbehandlung unter dem Begriff iREM (Immunological Re-Education of Malignacy) erfasst:

Im Gegensatz zu den gängigen destruktiven Methoden (Chemotherapie etc.) folgt iREM einem diametral entgegengesetzten alternativen Weg, indem die malignen (bösartigen) Tumorzellen durch immunologische Instruktion in eine benigne (gutartige) Form transformiert werden. Im Laufe eines normalen Alterungsprozesses sterben die so „umerzogenen“ Tumorzellen nach und nach ab. Sichtbar bleiben höchstens Tumorreste, die jedoch nur harmloses Gewebe darstellen.

iREM ist eine auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte, somit persönliche, immunologische Heilbehandlung; d. h. es werden keine Medikamente eingesetzt, sondern die Behandlung/Gesundung erfolgt allein aufgrund der Heilkraft des patienteneigenen Immunsystems. Dies sollte mit der von akademischen Kreisen gern angewandten „personalisierten Therapie“ nicht zu verwechseln, bei der durch Genanalyse die möglichst beste Auswahl aus den von der Pharmaindustrie bereitgestellten Substanzen getroffen wird. Die sog. Immuntherapie, die von akademischen Kreisen geprisen wird, ist eigentlich auch nichts anderes als eine Art Chemotherapie mit biologischen Substanzen (Zytokine, monoklonale Antikörper), die die Zerstörung der Tumorzellen beabsichtigt. Deshalb stehen diese beiden Lösungsansätze einander diametral entgegen: Persönliche (= immunologisch basierte) Therapie vs. personalisierte, aber normierte (= industrialisierte) Behandlung.

Welche Patienten kommen für die Behandlung mit iREM in Betracht?
Für eine erfolgreiche Behandlung sind einige Kriterien entscheidend: Alter, Vitalität, Mobilität, Tumorlast (Menge), eine angemessene Lebenserwartung – und möglichst wenig Chemotherapie: Denn Vortherapien können die Entstehung verschiedenartiger Tumormutationen begünstigen. Das bedeutet, dass die Tumorzellen ihre Eigenschaften oder Immunogenität verändern, was den erwarteten Erfolg von iREM beeinträchtigen kann. Außerdem werden die durch iREM trainierten Immunzellen durch Cytostatika möglicherweise mit zerstört. Daher sind die Heilungschancen für „jungfräuliche“, d. h. nicht aggressiv behandelte bzw.  nicht Endstadium-Krebserkrankungen, aller Wahrscheinlichkeit nach am aussichtsreichsten.